Online Communities: Wo muss ich als Politiker präsent sein?
Vor einigen Tagen hat das Nielsen Insitut seine Studie über die Nutzung von Online-Communities veröffentlicht. Die Studie an sich bietet kaum neue Informationen. Sie gibt aber einen Anhaltspunkt auf welchen Plattformen Politker präsent sein müssen.
Eine Erkenntnis der Studie ist, dass kein Weg mehr an Online Communities vorbei geht. Obwohl Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern immer noch hinterher hinkt, gab es in Deutschland die höchste prozentuale Steigerung der Nutzerzahlen. Mittlerweile sind 51 Prozent der Deutschen, Mitglied einer Online-Community. Vor allem Facebook wächst sehr schnell. Studivz und Myspace dagegen stagnieren oder fallen sogar. Allerdings hat die VZ Gruppe weiterhin einen relativ komfortablen Vorsprung. Twitter ist letztes Jahr explosionsartig gewachsen, spielt aber weiterhin in absoluten Zahlen eher eine untergeordnete Rolle.
Interessant an Facebook ist vor allem die lange Verweildauer der Nutzer auf der Seite. So ist die durchschnittliche Verweildauer innerhalb von nur einem Jahr um 566 Prozent gestiegen. Weiter auf dem Vormarsch ist auch das mobile Internet. So verfügen mittlerweile 6,6 Prozent der deutschen Nutzer über ein Smartphone.
Die gesamte Studie findet ihr hier: http://server-uk.imrworldwide.com/pdcimages/Global_Faces_and_Networked_Places-A_Nielsen_Report_on_Social_Networkings_New_Global_Footprint.pdf
Eine weitere interessante Studie über die Soical Media Nutzung der Jugendlichen hat das PewResearchCenter veröffentlicht: http://www.pewinternet.org/Reports/2010/Social-Media-and-Young-Adults.aspx
Kategorie: Uncategorized 3 Kommentare »
am 8. February 2010 um 18:37 Uhr | #
Non sequitur: auch wenn sich die Verweildauer der Menschen auf Schlittschuhbahnen in diesem Winter versechsfacht haben mag – heißt das, dass Politiker dort präsent sein müssen?
am 9. February 2010 um 11:50 Uhr | #
@Harald Nun ja, wenn sich dort ihre Zielgruppe tummelt dann lautet die Antwort: Ja. Ebenso verhält es sich mit sozialen Netzwerken im Internet. Betrachtet man die Zahlen, so lässt sich schnell feststellen, dass ein hoher Prozentsatz, vor allen junger Wähler, sich dort aufhält. Im Prinzip sind virtuelle Communities die Marktplätze von heute…Politiker sind gut beraten sich dort zu präsentieren, gerade wenn der Kontakt zu den nachfolgenden Generationen nicht verloren gehen soll.
am 9. February 2010 um 19:50 Uhr | #
Mir fehlt eine schlüssige Begründung. Natürlich sind die Leute immer länger bei Facebook, weil sie sich einloggen, sobald sie nach Hause kommen und der PC halt im Hintergrund läuft.
Das heißt nicht, dass sie während der “verbrachten” Zeit das Medium tatsächlich nutzen.
Wenn sie es nutzen, dann zum Chatten mit Freunden, als Freizeit- und Kontaktbörse usw. Wer will denn ernsthaft in diesem Umfeld mit Polit-PR zugemüllt werden?
Und wenn ich dann wirklich mal das Glück habe, von einem Minister eine Message zu bekommen, dann kann ich mir doch ausrechnen, dass die einer seiner Mitarbeiter geschrieben hat.
Kaum ein Parteiwebsite kommt noch ohne Social Bookmarks aus – bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich aber davon aus, dass das in erster Linie Trittbrettfahrerei ist und inhaltlich wenig bis nichts bringt.
Wenn ich ein Medium nicht sowieso als Privatmensch nutze, dann bin ich nicht authentisch, wenn ich das als Politiker nur zur PR tue, und das merken die User ziemlich schnell.